Neue Aufgaben, vorhandene Belegschaft
Weiterbildung für Beschäftigte konkret vorbereiten.
Sie stellen eine Anlage um, eine Fachaufgabe wächst, eine Schlüsselperson geht in Rente — und die nächste Person dafür soll aus der eigenen Belegschaft kommen. Damit das Vorhaben trägt, klären wir mit Ihnen zuerst Aufgabe, Zielgruppe und Lernzeit im Dienstplan; die Förderprüfung setzt darauf auf.

- Bedarf und Zielgruppe vor der Maßnahmenwahl
- Lernzeit und Vertretung als Teil der Planung
- Förderprüfung am fertigen Vorhaben
Ausgangslage
Start und Begleitung abstimmen
Welche Qualifizierung inhaltlich passt, klären Sie mit uns in einem Gespräch über die Aufgabe. Offen bleiben dann die betrieblichen Fragen: wer teilnimmt, wann gelernt wird, wer in dieser Zeit vertritt und wer über die Freistellung entscheidet.
Diese Punkte klären Sie vor dem Start. Sie entscheiden mit darüber, ob eine Qualifizierung im Arbeitsalltag durchhält — und sie sind zugleich die Angaben, die eine Förderprüfung braucht. Wir bringen sie mit Ihnen in diese Reihenfolge und halten das Ergebnis fest.
Anlässe
Lernbedarf und geeignete Mitarbeitende bestimmen
Vier Ausgangslagen aus dem Betriebsalltag. Am Anfang steht jeweils eine Aufgabe, die künftig im Betrieb abgedeckt sein soll, und die Frage, wer sie übernimmt.
Veränderte Tätigkeiten
Ein neues Verfahren, eine neue Anlage, eine neue Prüfpflicht: Die Rolle bleibt, der geforderte Kenntnisstand verschiebt sich. Sie qualifizieren die Menschen nach, die die Aufgabe heute schon machen.
Rollen intern besetzen
Eine Fach- oder Führungsaufgabe steht zur Nachbesetzung an, und geeignete Personen arbeiten bereits bei Ihnen. Was ihnen für die Aufgabe noch fehlt, bauen Sie planbar auf.
Wissen auf mehrere Schultern
Eine Aufgabe hängt an wenigen Personen — Urlaub, Krankheit oder ein Wechsel treffen den Ablauf sofort. Weitere Beschäftigte sollen sie übernehmen können, ohne dass Qualität oder Tempo leiden.
Größere Qualifizierungsvorhaben
Ein struktureller Wandel betrifft mehrere Bereiche oder Standorte. Sie qualifizieren Gruppe für Gruppe und brauchen dafür einen Plan, der Schichten, Standorte und Termine zusammenhält.
Vorgehen
Angebot und Zulassung prüfen
Zuerst steht das Vorhaben im Betrieb, die Förderprüfung schließt daran an. Sie sehen an jedem Schritt, was bei Ihnen zu entscheiden ist und was wir übernehmen.
Bedarf beschreiben
Welche Tätigkeit soll künftig abgedeckt sein, in welcher Qualität, ab wann? Sie beschreiben die Aufgabe, wir formulieren daraus die Lernziele — dieselbe Beschreibung trägt später die Förderprüfung.
Zielgruppe bestimmen
Welche Personen kommen dafür infrage und welche Vorkenntnisse bringen sie mit? Sie kennen die Menschen und ihre Einsätze, wir gleichen die Vorkenntnisse mit den Zugangsvoraussetzungen des Lehrgangs ab.
Maßnahme auswählen
Inhalt, Format, Umfang und Abschluss richten sich nach Bedarf und Ausgangslage. Die Lehrgänge kommen aus den eigenen Fernschulen der Gruppe — wir sagen Ihnen dabei, welche unserer Maßnahmen die formalen Anforderungen einer Förderprüfung erfüllen und welche nicht.
Betriebliche Organisation klären
Lernzeit, Lage im Dienst- oder Schichtplan, Vertretung, Freigabe und Ansprechpersonen. Sie legen fest, wer freistellt und wer vertritt; wir planen Lerntermine und Prüfungsphasen dazu passend. Ungeklärte Vertretung und Freistellung sind ein konkretes Abbruchrisiko.
Förderprüfung und Abstimmung
Erst jetzt prüfen Sie mit uns, welche Instrumente infrage kommen können. Wir liefern die Angaben zur Maßnahme — Inhalt, Umfang, Durchführung und Abschluss —, Sie führen damit das Gespräch mit der Agentur für Arbeit. Die Förderentscheidung trifft die Agentur für Arbeit oder die jeweils zuständige Stelle.
Betriebliche Regelung
Unterlagen vollständig vorbereiten
Die folgenden Punkte halten Sie vor dem Start schriftlich fest; dieselben Angaben brauchen Sie für die Abstimmung mit der Agentur für Arbeit. Wir gehen die Liste im Planungsgespräch mit Ihnen durch.
Arbeitsvertragliche Regelungen — etwa zu Freistellung, Kostenbeteiligung oder Bindung — benötigen eine arbeitsrechtliche Prüfung durch Ihre Rechtsberatung.
- Teilnehmende und die Aufgabe, auf die qualifiziert wird
- Umfang und Lage der Lernzeit sowie die Freigabe
- Vertretung während der Lern- und Prüfungsphasen
- Ansprechperson im Betrieb und Abstimmungsrhythmus
- Umgang mit Änderungen an Teilnehmenden, Umfang oder Inhalt
Entscheidungshilfe
Voraussetzungen mit dem Arbeitgeber-Service klären
Die Zuordnung ist eine Orientierung für Ihr erstes Gespräch. Die Förderentscheidung trifft die Agentur für Arbeit an Ihrem konkreten Vorhaben.
| Kriterium | Zuerst prüfen | Naheliegend, aber nicht passend |
|---|---|---|
| Beschäftigte Person, einzelne Weiterbildung | Individuelle Förderung Beschäftigter | Qualifizierungsgeld — es setzt einen strukturwandelbedingten Bedarf und eine betroffene Gruppe voraus |
| Mehrere vergleichbare Beschäftigte | Sammelantrag für die gemeinsame Maßnahme | Viele Einzelanträge — sie erzeugen denselben Aufwand mehrfach |
| Fehlender Berufsabschluss | Abschlussorientierte Qualifizierung mit eigenen Voraussetzungen | Anpassungsqualifizierung — sie führt zu keinem Abschluss |
| Struktureller Wandel, Arbeitsplatz gefährdet | Qualifizierungsgeld | Reguläre Beschäftigtenförderung — sie trägt eine andere Kostenverteilung |
| Kurzarbeit | Weiterbildung während Kurzarbeit, Stundenverteilung zuerst klären | Arbeitsentgeltzuschuss für Stunden, für die Kurzarbeitergeld gezahlt wird |
| Qualifikation vor Arbeitsaufnahme | Instrumente der Person, über die zuständige Stelle | Qualifizierungschancengesetz — es setzt ein bestehendes Arbeitsverhältnis voraus |
Was Arbeitgeber bei der Planung klären.
Ausgangspunkt ist die Aufgabe, nicht die Person: Welche Tätigkeit soll künftig im Betrieb abgedeckt sein? Daraus ergibt sich, welche Vorkenntnisse dafür nötig sind und wer sie mitbringt. Eine Auswahl allein nach Verfügbarkeit oder Interesse kann zu Qualifizierungen führen, die die Aufgabe nicht abdecken.
Das hängt von Maßnahme und Format ab; wir beziffern es vor Ihrer Entscheidung. Wichtiger als die Gesamtzahl ist die Lage: ob die Lernzeit in der Arbeitszeit liegt, wer sie freigibt und wie Sie die Vertretung regeln.
Ja. Für eine Gruppe legen Sie gemeinsame Termine in einem Zug in die Schicht- oder Projektplanung, und die Abstimmung läuft über ein Vorhaben. Ob Gruppe oder Einzelmaßnahme zu Ihrem Bedarf passt, hängt an der Aufgabe und an der Ausgangslage der Personen; die Gruppe stellen wir mit Ihnen zusammen.
Der Anlass der Qualifizierung, die betroffene Zielgruppe und die geplante Maßnahme mit ihren Angaben zu Inhalt, Umfang und Durchführung. Diese Unterlagen bekommen Sie von uns vor dem Termin; Ihr Gesprächspartner ist Ihre Agentur für Arbeit vor Ort.
Änderungen an Teilnehmenden, Umfang oder Inhalt gehören zeitnah in die Abstimmung mit der zuständigen Stelle. Ihre Ansprechperson bei uns bleibt über die Laufzeit dieselbe, hält die Angaben zur Maßnahme aktuell und meldet Ihnen Abweichungen bei Terminen oder Teilnehmenden, sobald sie feststehen.
Wissen
Weiterführende Fachbeiträge
Beitrag
Arbeitsentgeltzuschuss bei Weiterbildung
Welche Lernzeit berücksichtigt werden kann — und wie kalkuliert wird.
Beitrag
Sammelantrag für Beschäftigtenqualifizierung
Wenn mehrere vergleichbare Beschäftigte denselben Schritt gehen.
Beitrag
Weiterbildung während Kurzarbeit
Wo Kurzarbeitergeld und Entgeltzuschuss sich für dieselbe Stunde ausschließen.
Seite
Weiterbildungswege für Ihre Mitarbeitenden
Berufliche Weiterbildung, Hochschulzertifikat oder Studium: Vergleichen Sie Ziele, Aufwand und Nachweise für die Entwicklung Ihrer Mitarbeitenden.
Welche Aufgabe soll künftig im Betrieb abgedeckt sein?
Nennen Sie uns die Aufgabe und die Zielgruppe — wir bestimmen mit Ihnen die passende Maßnahme und prüfen anschließend, welche Förderinstrumente infrage kommen können. Stand der Angaben: 24.08.2026. Rechtslage und Bedingungen ändern sich — maßgeblich für Ihr Vorhaben ist die Auskunft der zuständigen Agentur für Arbeit.