Förderung und Beschäftigtenqualifizierung
Weiterbildung und Arbeitsentgeltzuschuss gemeinsam planen.
In Ihrer Schichtplanung fehlt eine Kraft, weil sie im Lehrgang sitzt – und die Kalkulation soll trotzdem stehen. Verbinden Sie Arbeitszeit, Entgelt und Maßnahme vor dem Antrag in einem Lernzeitmodell, dann kennen Sie den bezuschussbaren Arbeitsausfall vor dem ersten Lerntag.
Fachredaktion OneCampus Group · Stand der Informationen: 2. August 2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Der Arbeitsentgeltzuschuss gleicht einen Teil des Entgelts aus, das auf weiterbildungsbedingte Ausfallstunden entfällt. Maßgeblich sind die Stunden, in denen Ihre Beschäftigten wegen der Weiterbildung keine Arbeitsleistung erbringen; die Gesamtdauer der Maßnahme bleibt davon getrennt. Sie brauchen dafür ein nachvollziehbares Zeitmodell, Angaben zu Arbeitsentgelt und Arbeitszeit sowie die Unterlagen des Bildungsträgers. Die Förderhöhe prüft die zuständige Stelle an Ihrem Vorhaben und an Ihrer Betriebsgröße. Wer Lernzeit, Vertretung und Entgeltfortzahlung vor dem Start regelt, geht mit einer dokumentierten Grundlage in den Antrag.
Wofür ein Arbeitsentgeltzuschuss infrage kommt
Der Zuschuss setzt am anteiligen Arbeitsentgelt für weiterbildungsbedingte Ausfallzeiten an. Ein Lehrgang mit 120 Stunden ergibt deshalb eine eigene Rechnung: Sie zählen die Zeit, in der Ihre Beschäftigten wegen der Weiterbildung an ihrem Arbeitsplatz fehlen. Selbstlernzeiten, Live-Online-Termine, betriebliche Praxis und Freizeitanteile weisen Sie dabei getrennt aus.
Für Ihre Budgetplanung tragen Sie das in einer monatlichen Lernzeitmatrix zusammen: vertragliche Arbeitszeit, geplante Lernzeit innerhalb der Arbeitszeit, ausgefallene Arbeitsstunden und weitere Abwesenheiten. OneCampus liefert dazu den Stunden- und Terminplan der Maßnahme in derselben Monatslogik, in der Ihre Personalabteilung ohnehin plant.
Welche Voraussetzungen gelten
Die gesetzlichen Fördersätze unterscheiden nach Betriebsgröße. Für Beschäftigte, die über die Weiterbildung einen Berufsabschluss nachholen, können eigene Förderhöhen gelten. Auch ein Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung kann auf die Unterstützung wirken, die Sie erhalten.
In Ihr internes Angebot gehört deshalb eine Spanne mit einem klar benannten unteren Wert; die maßgebliche Höhe ergibt sich aus der Bewilligung für Ihr Vorhaben. Für verbundene Unternehmen kann die Beschäftigtenzahl der Gruppe maßgeblich sein.
Lehrgangskosten und Arbeitsentgelt getrennt rechnen
Lehrgangskosten, zusätzliche Weiterbildungskosten und Arbeitsentgeltzuschuss sind drei getrennte Positionen. Führen Sie sie in der Investitionsrechnung einzeln – dann sehen Sie, welcher Teil des Vorhabens auch ohne Förderung wirtschaftlich trägt.
Rechnen Sie die Maßnahme deshalb zuerst ohne Zuschuss durch. Trägt sie bereits aus der künftigen Aufgabe und dem Kompetenzgewinn, wirkt jede Bewilligung auf ein Vorhaben, das ohnehin steht.
Unterlagen und Berechnung prüfen
Je nach Verfahren legen Sie Angaben zu Beschäftigten, Arbeitszeit, Maßnahme, Zeitraum, Entgelt und Freistellung vor. Stellen Sie einen Gruppenantrag, dokumentieren Sie zusätzlich, worin sich der Weiterbildungsbedarf der Beteiligten gleicht.
Diese Daten stammen aus drei Systemen: Personalverwaltung, Entgeltabrechnung und Bildungsorganisation. Stimmen Zeiträume und Lernzeiten darin überein, steht Ihre Nachweisführung vom Antrag bis zur Schlussabrechnung auf derselben Grundlage. OneCampus führt die Bildungsseite bei – Maßnahmennummer, Stundenplan, Teilnehmerliste und Anwesenheiten als ein Auszug je Monat.
- Lernzeit je Person und Monat
- Anteil innerhalb der Arbeitszeit
- Maßnahmen- und Trägerdaten
- Zustimmungen und betriebliche Freistellung
- Abrechnungs- und Nachweisverantwortung
Was OneCampus in Ihrem Vorhaben übernimmt
OneCampus baut Bildungsweg, Stundenstruktur, Teilnehmergruppen, Lernorganisation und Leistungsnachweise für Ihr Vorhaben auf. Die Gruppe führt eigene Fernschulen und eine eigene Hochschule; für Ihr Vorhaben haben Sie einen Ansprechpartner, der die Bildungsseite zusammenhält. Die Angaben, die der Arbeitgeber-Service für die Berechnung des Zuschusses braucht, übergeben wir Ihnen als vorbereitete Unterlage.
Bei größeren Programmen legen wir die Datenstruktur von Beginn an so an, dass Teilnahme, Lernzeit und Fortschritt monatlich als ein Auszug vorliegen – die Grundlage für Ihre Zwischen- und Schlussnachweise.
Lern- und Ausfallzeiten dokumentieren
Für Ihre interne Planung erfassen Sie mindestens diese Größen getrennt:
Mit diesen Größen rechnen Sie Szenarien durch und kennen Ihren Korridor, bevor Sie in das Fördergespräch gehen. Die verbindliche Berechnung und die Bewilligung klären wir gemeinsam mit Ihnen beim Arbeitgeber-Service.
- regelmäßige vertragliche Arbeitszeit
- geplante Lernzeit innerhalb der Arbeitszeit
- Lernzeit außerhalb der Arbeitszeit
- weiterbildungsbedingter Arbeitsausfall
- berücksichtigungsfähiges Arbeitsentgelt
- Laufzeit der Maßnahme
- Zahl der teilnehmenden Beschäftigten
- mögliche Vertretungs- oder Kapazitätskosten
Mit dem Arbeitgeber-Service abstimmen
OneCampus stimmt Lernzeitmodell, Maßnahmenstruktur und Durchführung aufeinander ab und übergibt Ihnen die Unterlagen dieser Liste als ein Paket. Die förderrechtliche Berechnung bringt der Arbeitgeber-Service ein; wir liefern die Bildungsangaben, auf die er sie stützt.
- Beschreibung des Bildungsziels und der Zielrolle
- Stunden- und Terminplan der Weiterbildung
- Arbeitszeit- und Entgeltangaben
- Träger- und Maßnahmenunterlagen
- Vereinbarung zu Lernzeit und Freistellung
- Zustimmung und erforderliche Erklärungen der Beschäftigten
- Verfahren für Nachweis und Schlussabrechnung
Häufige Fragen
Maßgeblich sind die weiterbildungsbedingten Zeiten ohne Arbeitsleistung und die Förderhöhe, die die zuständige Stelle für Ihr Vorhaben bewilligt.
Lehrgangskosten und Arbeitsentgeltzuschuss sind getrennte Förderbestandteile; Sie beantragen und weisen beide einzeln nach.
Betriebsgröße, Beschäftigtengruppe und weitere Voraussetzungen bestimmen die mögliche Höhe. Rechnen Sie deshalb mit einer Spanne und prüfen Sie sie an Ihrem Vorhaben.
Maßnahme, Lernzeitmodell, Freistellung, Antrag, Zustimmungen der Beschäftigten und eine benannte Verantwortung für die Nachweise – alles vor dem ersten Lerntag.
Quellen und redaktioneller Prüfstand
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- Nächster regulärer Review
Ereignisbasierte Aktualisierungsauslöser
bei Änderungen der zugrunde liegenden Rechtslage, Förderbedingungen, Standards oder institutionellen Voraussetzungen; ansonsten nach dem festgelegten Prüfzyklus.
Gesetze im Internet
§ 82 SGB III – Förderung beschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__82.htmlBundesagentur für Arbeit
Individuelle Förderung der Weiterbildung Beschäftigter
https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/foerderung-von-weiterbildung/individuelle-foerderung
Der Beitrag dient der fachlichen Orientierung. Er ersetzt keine Rechts-, Förder-, Vergabe-, Steuer- oder Hochschulrechtsberatung.
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Nächster Schritt
Lernzeit und Arbeitsausfall belastbar planen
Bringen Sie Ihren Terminentwurf, die betroffenen Schichten und den geplanten Starttermin mit. Wir bauen daraus das Lernzeitmodell, aus dem Sie den bezuschussbaren Arbeitsausfall je Monat ablesen – Ihre Grundlage für die Kalkulation und für das Gespräch mit dem Arbeitgeber-Service.