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Wenn Sie eine Fachposition selbst aufbauen

Was ein duales Studium Ihr Unternehmen kostet.

Sie wollen eine Fachposition in einigen Jahren aus dem eigenen Betrieb heraus besetzen und rechnen dafür ein duales Studium durch. Neben den Studiengebühren tragen Vergütung, freigestellte Lernzeit, Praxisbetreuung, Recruiting und Nebenkosten diese Rechnung – erst zusammen ergeben sie Ihre Entscheidungsgrundlage.

Fachredaktion OneCampus Group · Stand der Informationen: 2. August 2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Zwei Verantwortliche vergleichen an einem Bildschirm die Kostenstruktur eines dualen Studiums anhand gestapelter, beschrifteter Aufwandsblöcke.
Direkte Antwort

Vor der Zusage an eine Hochschule rechnen Sie fünf Blöcke: Studiengebühren, Vergütung samt Arbeitgeberanteilen, freigestellte Lernzeit, Praxisbetreuung und Nebenkosten wie Reise, Ausstattung oder Vertretung. Dazu kommt der Aufwand für Recruiting und Auswahl vor dem Studienstart. Legen Sie diese Blöcke über die gesamte Studiendauer und stellen Sie ihnen die Aufgabe gegenüber, die Ihre Absolventin oder Ihr Absolvent danach übernimmt. Belastbar ist Ihre Rechnung, sobald Betreuungsschlüssel, Lernzeitregelung und Anschlussposition schriftlich feststehen.

Studiengebühren und Vergütung trennen

Direkte Kosten ordnen Sie vertraglich oder faktisch leicht zu: Studiengebühren, Vergütung, Sozialabgaben, Lernmittel, technische Ausstattung und Reisekosten. Je nach Hochschule und Studienmodell kommen Prüfungs-, Verwaltungs- oder Veranstaltungsgebühren dazu; welche davon anfallen, klären Sie vor der Zusage anhand der Gebührenordnung des Studiengangs.

Bilden Sie die Positionen entlang der Studiendauer ab, mit einer Zeile je Studienjahr. Gebührenerhöhungen, tarifliche Anpassungen und eine mögliche Verlängerung gehören als eigene Szenarien in dieselbe Tabelle – dann sehen Sie im Jahresgespräch, welcher Block sich bewegt hat.

Begleitung und Arbeitszeit einplanen

Praxisbetreuung ist Arbeitszeit erfahrener Beschäftigter aus Ihrem Fachbereich. Dazu kommen Abstimmungen mit der Hochschule, Beurteilungen, Praxisprojekte und die Organisation der Lernzeiten. Präsenzblöcke erzeugen Vertretungsbedarf in der Schicht; im Fernmodell verteilt sich die Lernzeit kontinuierlicher über die Woche.

Zwei Festlegungen machen diesen Aufwand sichtbar: ein Betreuungsschlüssel in Stunden je Woche und eine benannte Praxisrolle samt Vertretung. Mit beiden Werten planen Ihre Fachbereiche die Studienphasen wie jede andere gebundene Arbeitszeit.

Recruiting und Auswahl

Stellenanzeigen, Auswahlverfahren, Gespräche und Vertragsgestaltung verursachen Kosten, bevor das Studium beginnt. Rechnen Sie diesen Vorlauf mit ein, besonders wenn Sie an mehreren Standorten oder für eine sehr enge Zielgruppe suchen.

Ein duales Fernstudium erweitert Ihren Suchradius über die Region hinaus. Die Passung bleibt Ihre Auswahlfrage: Motivation, Selbstorganisation und die betrieblichen Aufgaben müssen zur Person passen – prüfen Sie das im Auswahlverfahren an einer echten Praxisaufgabe.

Kosten nach dem Abschluss

Mit der letzten Prüfungsleistung beginnt der Teil, den Sie am frühesten festlegen sollten: Anschlussposition, Übernahmezeitpunkt, Vergütung und der nächste Entwicklungsschritt. Wer diese Angaben schon im Praxispartnervertrag beschreibt, führt das Übernahmegespräch nicht erst im letzten Semester.

Bindungsklauseln müssen rechtlich geprüft und angemessen gestaltet werden. Strategisch wirkt daneben eine sichtbare Entwicklungsperspektive.

Budget und Modell zusammen prüfen

Gliedern Sie die Gesamtkosten in fünf Blöcke: Hochschule, Beschäftigung, Lernzeit, Betreuung und Nebenkosten. Auf der Gegenseite stehen Annahmen, die Sie selbst benennen und beziffern: Besetzungszeit, Rekrutierungsersparnis, Produktivität in der Praxisphase und Bindung.

Rechnen Sie das Modell dreimal: als Basisszenario, als Verzögerungsszenario und als Abbruchszenario. Damit halten Sie Ihre Entscheidung auch dann belastbar, wenn sich im zweiten Studienjahr Gebühren, Tarif oder Studienverlauf ändern.

  • Studiengebühren und Zusatzgebühren
  • Vergütung und Arbeitgeberanteile
  • Lernzeit innerhalb der Arbeitszeit
  • Betreuung und Praxisprojekte
  • Reise, Unterkunft und Ausstattung
  • Recruiting, Bindung und Anschlussrolle

Welche Angaben für ein Angebot nötig sind

Von uns bekommen Sie die Bildungsseite der Rechnung schriftlich: Studienmodell, Gebührenstruktur, Praxispartnerrolle, Lernzeitbedarf je Studienjahr und den Entwicklungsweg bis zur Anschlussposition. Weil zur Gruppe eigene Fernschulen und eine eigene Hochschule gehören, stammen diese Angaben aus dem laufenden Bildungsbetrieb, und Sie haben für Studium und Praxisorganisation einen Ansprechpartner.

Vergütung, Vertrag und steuerliche Fragen rechnen Sie mit Ihren eigenen Fachleuten – wir liefern die Bildungsdaten, auf die diese Rechnung aufsetzt. Für mehrere Studierende oder Standorte bauen wir mit Ihnen ein einheitliches Arbeitgebermodell auf: gleiche Praxisrollen, gleicher Lernzeitrahmen, ein gemeinsamer Berichtsweg.

Die Kostenbausteine im Überblick

Direkte Kosten

  • Studiengebühren und Prüfungsgebühren
  • Vergütung und Arbeitgeberanteile
  • Arbeitsmittel und technische Ausstattung
  • Reise- und Unterkunftskosten
  • Zusatzleistungen oder Bindungsangebote

Interne Kosten

  • Recruiting und Auswahl
  • Praxisbetreuung und Mentoring
  • freigestellte Lernzeit
  • Koordination mit der Hochschule
  • Vertretung während Lern- oder Theoriephasen
  • interne Projekte und Transferaufgaben

Risikokosten

  • Studienabbruch
  • Wechsel des Studiengangs
  • ungeklärte Rückzahlungs- oder Bindungsregelungen
  • fehlende Anschlussrolle nach dem Abschluss
  • unzureichende Praxisbetreuung

Vergleichsgröße

Die belastbare Vergleichsgröße sind die Gesamtkosten je erfolgreich besetzter Position, gerechnet über die volle Studiendauer. Vergleichen Sie auf dieser Größe drei Verläufe: planmäßiger Abschluss, verlängerte Studiendauer und vorzeitiges Ausscheiden. Bindungs- oder Rückzahlungsklauseln lassen Sie arbeitsrechtlich bewerten; eine sichtbare Entwicklungsperspektive bleibt davon unabhängig zentral.

Für diesen Vergleich stellen wir Ihnen den Gebührenverlauf, den Präsenz- und Lernzeitbedarf und den Betreuungsaufwand je Praxisphase zusammen. Die arbeits- und steuerrechtliche Bewertung legen Ihre eigenen Fachleute daneben, und Sie entscheiden am Ende auf einer einzigen Tabelle.

Häufige Fragen

Das legen Sie im Praxispartnervertrag fest. Im dualen Arbeitgebermodell trägt der Praxispartner die Studiengebühren; Höhe und Zahlungsrhythmus ergeben sich aus dem Studienmodell der Hochschule.

Quellen und redaktioneller Prüfstand

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Weiterführend

Weiterführende Einordnungen

  • Seite

    Duales Fernstudium

    Das Studienmodell als Arbeitgeberlösung: Aufbau, betriebliche Organisation und Einstieg.

  • Beitrag

    Duales Studium: Präsenz oder Fernstudium für Unternehmen?

    Vergleich für Arbeitgeber: Verfügbarkeit, Reiseaufwand, Betreuung, Praxisintegration und Kosten von dualem Präsenzstudium und dualem Fernstudium.

  • Beitrag

    Praxispartner im dualen Studium werden

    Voraussetzungen, Rollen und Ablauf für Unternehmen, die Praxispartner eines dualen Studiums werden möchten.

Nächster Schritt

Kosten und Arbeitgeberleistung vollständig kalkulieren

Bringen Sie Ihre Eckdaten mit: Anschlussposition, geplanter Starttermin, Standorte. Wir legen Studienmodell, Lernzeitbedarf, Praxisbetreuung und Gebührenverlauf daneben, und Sie gehen mit einem Kostenrahmen je Studienjahr aus dem Gespräch.

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