Zum Inhalt springen
OneCampus Group

Kompetenzen beschreiben

Beschreiben Sie, was Ihre Teams können müssen.

Ein Modell der Kompetenzen hält fest, welche Aufgaben eine Rolle hat, welche Kompetenzen sie verlangt, woran Sie diese erkennen und auf welchen Niveaus sie vorkommen. Der Beitrag führt Schritt für Schritt zu einem Modell, das Sie für Weiterbildung und Planung nutzen können.

Fachredaktion OneCampus Group · Stand der Informationen: 6. Oktober 2026 · Lesezeit: 5 Minuten

Direkte Antwort

Was Ihre Teams können müssen, beschreiben Sie in fünf Schritten: Sie bestimmen die Aufgaben und Rollen, beschreiben die dazu nötigen Kompetenzen konkret, formulieren beobachtbare Kriterien, unterscheiden sinnvolle Niveaus und nutzen das Modell anschließend in der Kompetenzmatrix und in der Lernplanung. Das Ergebnis ist eine gemeinsame Sprache für Führungskräfte, Beschäftigte und Personalentwicklung: Alle wissen, was in einer Rolle verlangt wird, woran man es erkennt und wie es sich weiterentwickeln lässt.

Aufgaben und Rollen bestimmen

Ein Kompetenzmodell beginnt bei der Arbeit, nicht bei einer Liste von Eigenschaften. Beschreiben Sie je Rolle die wichtigsten Aufgaben: was getan wird, für wen und mit welchem Ergebnis. Fünf bis acht Aufgaben genügen für den Anfang.

Wählen Sie zunächst Rollen, für die Sie Weiterbildung planen oder bei denen Sie Entwicklung steuern wollen. Ein Modell für alle Rollen auf einmal verzögert den Start.

Kompetenzen konkret beschreiben

Fragen Sie je Aufgabe, was jemand wissen und können muss, um sie gut zu erledigen. Fassen Sie ähnliche Anforderungen zu einer Kompetenz zusammen und geben Sie ihr einen Namen, den im Haus alle verstehen: „Kundenanliegen klären“, „Projekt planen“, „Daten auswerten“.

Trennen Sie fachliche Kompetenzen, die zur Aufgabe gehören, von überfachlichen wie Zusammenarbeit oder Selbstorganisation. Beide gehören ins Modell, werden aber unterschiedlich gelernt.

Beobachtbare Kriterien formulieren

Zu jeder Kompetenz gehört ein Kriterium: woran erkennt eine Führungskraft, eine Kollegin oder der Kunde, dass jemand die Kompetenz zeigt? Formulieren Sie es als Verhalten oder Ergebnis bei einer Aufgabe und wählen Sie ein Verb, das sich beobachten lässt, etwa „erstellt“, „erklärt“, „entscheidet“ oder „prüft“.

Vermeiden Sie Eigenschaften wie „engagiert“ oder „flexibel“. Sie lassen sich nicht überprüfen, und zwei Personen würden sie unterschiedlich bewerten.

Niveaus sinnvoll unterscheiden

Niveaus zeigen, wie selbständig und wie anspruchsvoll jemand eine Kompetenz anwendet. Drei bis vier Stufen genügen für den Anfang: unter Anleitung, selbständig im Standardfall, selbständig auch in schwierigen Fällen, andere anleitend. Mehr Stufen machen die Einschätzung schwer.

Beschreiben Sie jede Stufe mit dem Verhalten bei einer Aufgabe. Der Unterschied zwischen zwei Stufen soll für Außenstehende erkennbar sein.

Modell in Matrix und Lernplanung nutzen

Mit dem Modell können Sie Ihre Teams einschätzen: Wer zeigt welche Kompetenz auf welchem Niveau? Das Ergebnis ist die Qualifizierungsmatrix. Aus dem Unterschied zwischen Ist und Soll entsteht der Lernbedarf, den Sie in Weiterbildung und Praxisaufgaben übersetzen.

Die Tabelle zeigt ein Beispielrollenprofil mit Kompetenz, Kriterium und Niveau. Ersetzen Sie die Beispielwerte durch Ihre Rolle. Nächster Schritt ist die Matrix mit Ihren Teams, die der Beitrag zur Qualifizierungsmatrix beschreibt.

Beispielrollenprofil: Kundenservice (Muster mit Beispielwerten)
KompetenzBeobachtbares KriteriumNiveau 1: unter AnleitungNiveau 3: selbständig auch bei Sonderfällen
Kundenanliegen klärenFasst das Anliegen in eigenen Worten zusammen und stellt Rückfragen, bis es eindeutig istKlärt Standardanliegen mit LeitfadenKlärt auch unklare Anliegen und benennt Alternativen
Fehler erklärenBeschreibt Ursache und nächste Schritte so, dass die Kundin oder der Kunde sie ohne Rückfrage ausführen kannNutzt vorbereitete TextbausteinePasst die Erklärung an Vorwissen und Situation an
Fälle dokumentierenTrägt Anliegen, Entscheidung und Zusagen vollständig im System einFüllt Pflichtfelder ausDokumentiert so, dass andere den Fall ohne Rückfrage übernehmen können
Mit dem Team abstimmenMeldet Auffälligkeiten rechtzeitig an die TeamleitungMeldet auf NachfrageMeldet von sich aus und schlägt Lösungen vor
Beispielrollenprofil: Kundenservice (Muster mit Beispielwerten) — horizontal scrollbar.

Häufige Fragen

Das Kompetenzmodell beschreibt, welche Kompetenzen eine Rolle verlangt und woran man sie erkennt. Die Matrix legt dieses Modell neben Personen oder Teams und zeigt, wer welche Kompetenz in welchem Niveau mitbringt. Das Modell kommt zuerst, die Matrix baut darauf auf.

Quellen und redaktioneller Prüfstand

Kategorie
Personalentwicklung
Stand der Informationen
Nächster regulärer Review

Ereignisbasierte Aktualisierungsauslöser
bei Änderungen der zugrunde liegenden Rechtslage, Förderbedingungen, Standards oder institutionellen Voraussetzungen; ansonsten nach dem festgelegten Prüfzyklus.

Der Beitrag dient der fachlichen Orientierung. Er ersetzt keine Rechts-, Förder-, Vergabe-, Steuer- oder Hochschulrechtsberatung.

Quellenstandard und Prüfprozess: Redaktion und Quellenstandard · Fehler oder veraltete Angabe gefunden? Hinweis an die Redaktion

Weiterführend

Weiterführende Einordnungen

  • Seite

    Mitarbeitende weiterbilden und entwickeln

    Ihr Team übernimmt neue Aufgaben? OneCampus klärt mit Ihnen den Lernbedarf und entwickelt passende Weiterbildung für den Arbeitsalltag.

  • Beitrag

    Qualifizierungsmatrix für Unternehmen erstellen

    Rollen, Kompetenzen, Niveaus und Bildungswege in einer Qualifizierungsmatrix abbilden – mit Aufbau, Beispiel und Governance.

  • Beitrag

    Weiterbildungsbedarf im Unternehmen ermitteln

    Methoden für HR und Fachbereiche: künftige Aufgaben beschreiben, Kompetenzlücken bewerten und Weiterbildungsbedarf priorisieren.

Nächster Schritt

Kompetenzen für Ihre Rollen beschreiben

Nennen Sie uns die Rollen, für die Sie Weiterbildung planen. Wir klären mit Ihnen Kompetenzen, Kriterien und Niveaus und legen Ihnen ein Modell als Arbeitsgrundlage vor.

Datenschutzhinweise · Auswahl jederzeit änderbar